Auf der Informationsveranstaltung der Wilhelmsburger Ärzte am Aschermittwoch haben Wissenschaftler vor einer erhöhten Sterblichkeit in den durch Feinstaub belasteten Stadtteilen gewarnt.
Feinstaub sei deshalb besonders gefährlich, weil sich an den Staubkörnern Schadstoffpartikel anlagern würden, die ungehindert in die Lunge eindringen können. Außer einer erhöhten Sterblichkeit würden aber auch zusätzliche Krankheiten heraufbeschworen.
Die offiziell eingehaltenen Grenzwerte des geplanten Kohlekraftwerkes Moorburg beruhigten die Ärzte nicht. Bei einer bestehenden Grundbelastung sei ein zusätzlicher Schadstoffeintrag noch schädlicher.
Grenzwerte würden im Übrigen in Kommissionen wie auf einem Basar ausgehandelt werden, aus medizinischer Sicht gibt es keinen Schwelle, ab der Feinstaub schädlich wird. Feinstaub sei immer schädlich.
Das Kraftwerk würde 400 Tonnen Feinstaub jährlich aus dem Schornstein ausstoßen, dazu kämen “diffuse” Feinstäube, die beim Betrieb und dem Umschlag von Kohle entstehen. Diese Schadstofffracht würde irgendwo verbleiben.
Der Beitrag der Wilhelmsburger Ärzteschaft ist im Videobereich von www.klaus-luebke.net dokumentiert. <hier>
Weitere Informationen und Impressionen können auf der Seite der Wilhelmsburger Ärzteschaft abgerufen werden. <hier>


